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Amateurfunk

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Funkamateur werden

Wer Funkamateur werden möchte, muss die Amateurfunk-Prüfung bei der zuständigen Behörde bestehen. In Deutschland ist das die Bundesnetzagentur. Er erhält dann ein Amateurfunkzeugnis, eine Zulassung zum Amateurfunk und ein international gültiges Amateurfunkrufzeichen.

Die schriftliche Amateurfunk-Prüfung besteht aus den Abschnitten Technik, Betriebstechnik und Gesetzeskunde. Es ist kein Mindestalter vorgeschrieben.

Derzeit gibt es in Deutschland zwei Lizenzklassen. Die Klasse E und die Klasse A. Der in der Praxis wohl wichtigste Unterschied ist, das Inhaber der Klasse E nicht alle Frequenzbänder nutzen dürfen. In der Amateurfunkprüfung sind die Bereiche Betriebstechnik und Gesetzeskunde für beide Lizenzklassen gleich, nur der technische Teil ist für die Klasse A umfangreicher.

Die Lizenzklassen sind in vielen Europäischen Ländern weitgehend vereinheitlicht und gegenseitig anerkannt. So macht es besonders Spaß vom Urlaubsort Funkkontakt mit der Heimat oder mit Urlaubern in anderen Ländern aufzunehmen.

Funkamateure nennen übrigens während eines Funkgesprächs jedes Mal ihr weltweit einmaliges Rufzeichen. Darin weisen die ersten Zeichen auf ihr Land hin. Derzeit sind in Deutschland fast 72.000 Amateurfunkzulassungen vergeben und etwa 78.000 Rufzeichen zugeteilt. Weltweit gibt es ungefähr zwei Millionen Funkamateure.

Stand 01.01.2012 sind in Deutschland knapp 40.000 Funkamateure in einem Verband organisiert. Hier sind auch ausführliche Informationen erhältlich:

Deutscher Amateur-Radio-Club (DARC e.V.)
Geschäftsstelle
Lindenallee 4, 34225 Baunatal
Telefon: 0561 / 94988-0
www.darc.de

Online-Lehrgang zum Amateurfunkzeugnis:
www.dj4uf.de/lehrg/index.html

 

 

Amateurfunk-Lehrgang
Technik für Klasse E

Amateurfunk-Lehrgang
Technik für Klasse A

Amateurfunk-Lehrgang
Betriebstechnik und Gesetzeskunde
für Klasse A und E


Nicht zu verwechseln ist der Amateurfunk mit Funkanwendungen wie CB-Funk oder PMR446. Deren Funkgeräte besitzen nur geringe Reichweiten und dürfen nicht verändert werden. Die Geräte solcher Funkanwendungen bedürfen einer behördlichen Prüfnummer, ihr Betreiber hingegen braucht keine Kenntnisse nachweisen.

Beim Amateurfunk ist es genau umgekehrt. Als lizenzierter Funkamateur darf man seine Funkgeräte und die Antennenanlagen selbst bauen oder gekaufte Sender verändern. Dafür verlangt die Bundesnetzagentur umfangreiche Kenntnisse, die bei der Amateurfunk-Prüfung nachzuweisen sind.