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Amateurfunk

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Hinweise zum Betrieb mit internem LiPo Akku im FT-817

Sofern der FT-817 mit internem LiPo Akku und gleichzeitig über einen längeren Zeitraum mit einer externen Spannungsquelle betrieben wird, oder das Gerät mit eingelegtem Akku längere Zeit ungenutzt bleibt, sollte man folgendes beachten. E-Mail von Ralf DF9IK:


Betreff: Lipo Akku für FT817

Hallo Jörg,

zunächst einmal herzlichen Dank für die tolle Recherche :-) Solch einen Akku
habe ich schon lange vergeblich gesucht.
Dank Deiner Beschreibung habe ich mir den gleichen Akku ebenfalls bestellt
und baue ihn gerade ein.
Dabei ist mir aber folgendes aufgefallen:
Schaue mal bitte parallel dazu ins Schaltbild vom FT817

1. Der Akku ist von sich aus dicker als das Batteriefach, somit muss man
rechts die kleine Bördelung (auch oft als Grad bezeichnet) unbedingt weg und
rund feilen. Dann passt der Akku genau mittig rein.
2. Du lässt den berüchtigten grünen Draht weg! Somit wird der Lipo vom 817
richtigerweise als Akku erkannt. Sobald die Stromversorgung angeschlossen
ist wird er konstant mit 15mA über Q1102 geladen! Das ist nicht gut. Durch
versehentliches Drücken von CHG wird der Akku unkontrolliert geladen. Das
ist dann richtig blöd...
Besser wäre es den grünen Draht auf + am Akku zu legen. Dadurch wird über
Q1107 die Ladung unterbunden. Über den Spannungsteiler R1442 und R1443/Q1107
fließen bei 12V ca. 4µA. Das ist zu vernachlässigen und ungefährlich. Warum
Yaesu das nicht gleich so macht verstehe ich im Moment noch nicht.

Nun wird´s aber noch blöder :-)
Wenn der grüne Draht angeschlossen ist, wird die komplette Ladeschaltung auf
GND gezogen und blockiert. Somit fließt über ihre Spannungsteiler ein
Dauerstrom von ca. 2-3mA und saugt den Akku langsam leer.
Hängt der Draht in der Luft fließen nur noch 150µA in´s Gerät.

Daher habe ich hier notgedrungen diese Ladeschaltung komplett deaktiviert.
Dazu habe ich am Mainboard auf der Unterseite die Beinchen vom Q1101
abgelötet und hochgebogen sowie auf der Oberseite beim Stromanschluss den
Q1102 ausgelötet. An Letzteren kommt man etwas schwer ran aber es geht.
Nun fließen bei ausgeschaltetem Gerät noch ca. 100µA vom Akku. Das ist
ebenfalls tolerierbar. Wichtiger aber ist, dass der Akku auch keine
"Erhaltungsladung" mehr bekommt.

Wenn die Akkuspannung am Display unter 9V sinkt, stelle ich den Sendebetrieb
ein. Die Zellen werden bei erst bei einer Spannung ab 8,1V geschädigt aber
da schaltet der FT817 eh selbst aus.

Evtl. könnte man eine Lipo Ladeschaltung mit einem MAX1758 + MAX1666AV bei
der freien Fläche auf dem Mainboard einbauen. Der Ladevorgang könnte dann
leicht über die CHG Taste ausgelöst werden...
Das wäre dann die Krönung. ...

73 de Ralf, df9ik




Hallo Jörg,

... Zwischenzeitlich habe ich den Umbau schon zweimal im Feld testen können,
das ist ein völlig neues Erlebnis ohne Zusatzakku.
Die Laufzeit ist einfach super. ...

73 Ralf, df9ik