DL1DLF

Amateurfunk

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Schwarzwald Tour 2011

Im Juli 2011 unternahmen wir eine SOTA Amateurfunk Tour über 12 Berge im Schwarzwald. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Wir wurden mit viel Sonne und blauem Himmel verwöhnt. Für Juli war es nicht allzu heiß und optimal für Wanderungen. Im nachhinein habe ich gemerkt, dass wir unterwegs unseren 100sten SOTA Ausflug hätten feiern können.

03. Juli 2011

Hohloh DM/BW-054

Auf dem Hohloh-Turm

An unserem Anreise-Sonntag fand der Juli UKW-Wettbewerb statt. Das war eine gute Gelegenheit für eine Aktivierung auf 70 cm ...

Antennenmast von DR9A

... allerdings befand sich eine 500 W Contest-Station auf dem gleichen Hügel. Witzigerweise nur ca. 250 m entfernt, aber in einem anderen Locator. Auf jeden Fall war wegen der Nähe an vernünftigen Funkbetrieb nicht zu denken. Es wurden nur die vier notwendigen Funkkontakte (plus DR9A) gearbeitet, dann machten wir uns auf zum nächsten Berg ;-)

Hornisgrinde DM/BW-019

Jörg DL1DLF und Mummelsee
Jörg DL1DLF auf dem Weg zur Hornisgrinde. Im Hintergrund der Mummelsee.
Amateurfunk Doppel-Quad Antenne auf der Hornisgrinde

Bis 16 Uhr lief noch der UKW-Contest. Das wurde genutzt um von der Hornisgrinde ein paar Punkte auf 2 m zu verteilen.

Aussicht von der Hornisgrinde
Aussicht von der Hornisgrinde

Brandenkopf DM/BW-067

Einige Meter unterhalb des Brandenkopf-Gipfels

Die letzte Aktivierung am ersten Tag brachte 38 Funkkontakte auf 14 MHz ins Logbuch. Während dieser vier Tage sollte das auf 14 MHz auch schon die Bestmarke gewesen sein.

04. Juli 2011

Weißtannenhöhe DM/BW-014

Blick über eine Wiese im Schwarzwald
Auf dem Weg zur Weißtannenhöhe
Schwebfliege auf Ferkelkraut
Eine Schwebfliege hat sich auf Ferkelkraut niedergelassen
Ein Schild im Wald markiert den Gipfel
Weißtannenhöhe Gipfel
Blick von der Weißtannenhöhe zum Feldberg

Etwas unterhalb des Gipfels, innerhalb der SOTA Aktivierungszone, befindet sich eine Bank mit einer schönen Aussicht auf den Feldberg.

Hochfirst DM/BW-015

Blick auf den Titisee vom Hochfirst

Schwer zu sagen welches der schönste Berg auf unserer Tour war, aber der Hochfirst ist ein Favorit. Mit großartiger Aussicht über den Schwarzwald und Titisee, sowie einer Gaststätte mit leckerem Essen und netter Bedienung.

Gleitschirmflieger startet am Hochfirst
Ein Gleitschirmflieger startet auf dem Hochfirst

Erlenberg DM/BW-476

Dicht bewaldeter Erlenberg Gipfel

Wie schon auf Google Earth gesehen und befürchtet, war auf dem Erlenberg der Gipfelpunkt schlecht erreichbar. Wir haben uns innerhalb der SOTA Aktivierungszone am Forstweg niedergelassen.
 

05. Juli 2011

Hochkopf DM/BW-642

Trig-Point auf dem Hochkopf
Trig-Point auf dem Hochkopf
Belchen
Belchen vom Hochkopf aus gesehen
Schutzhütte und Turm auf dem Hochkopf
Schutzhütte und Turm auf dem Hochkopf
Portabler Amateurfunk

Während SOTA Ausflügen sind die Gipfel-zu-Gipfel Kontakte sozusagen das Salz in der Suppe. Vom Hochkopf klappte es mit Adamos SV2KGA. Er war auf dem Berg Vounasa SV/MC-020. Ich habe Adamos noch etwas zugehört und später seine Frequenz übernommen.

Die Funkbedingungen waren in diesen Tagen ziemlich bescheiden - auf 20 m mit viel QSB. Relativ starke Stationen berichteten, dass sie mich noch vor wenigen Minuten überhaupt nicht gehört hätten.

Jörg DL1DLF
Kaffee und Kuchen und Limonade :-)
Rast im Gasthof am Hochkopf

Belchen DM/BW-003

Ankunft mit der Belchenseilbahn in der Bergstation
Ankunft mit der Belchenseilbahn in der Bergstation
Auf dem Belchen im Schwarzwald
Auf dem Belchen im Schwarzwald
Gipfelkreuz
Gipfelkreuz auf dem Belchen 1.414 m ü. NN
Belchen-Seilbahn
Belchen-Seilbahn

Schauinsland DM/BW-008

Schauinsland Gipfel
Der Schauinsland Gipfel 1.284 m ü. NN
Blick vom Schauinsland zum Belchen
Blick vom Schauinsland zum Belchen in Richtung Südwest
Amateurfunk auf dem Schauinsland-Turm
Amateurfunk auf dem Schauinsland-Turm
Die Doppel-Quad Antenne konnte durchs Dach gucken
Aussicht vom Schauinsland nach Norden
Aussicht vom Schauinsland nach Norden Richtung Kandel

Jeden ersten Dienstag im Monat findet ab 19 Uhr unserer Zeit auf 144 MHz der NAC (Nordic Activity Contest) und WNA (Westfalen-Nord Aktivitätswettbewerb) statt.
 
Es hat mir einiges Kopfzerbrechen bereitet welcher Berg während unserer Schwarzwald Tour für diesen abendlichen Funkwettbewerb wohl geeignet wäre. Eine weite Wanderung kam nicht in Frage, denn zu fortgeschrittener Stunde würde es bald dunkel sein - und schon gar keine Seilbahn mehr fahren, weshalb die höchsten und vermeintlich besten Berge ausschieden. Die Wahl fiel letztendlich auf den Schauinsland, mit Turm und prima Take-Off nach Norden.

Mario DC7CCC wollte auf dem Piesberg bei Osnabrück am WNA teilnehmen. Wir hatten uns auf der Frequenz verabredet. In den hohen Norden hatte ich vom südwestlichen Zipfel Deutschlands nicht viel erwartet. Aber es gelang unter anderem eine Verbindung mit OZ1ALS auf der Dänischen Insel Als über etwas mehr als 800 km. Zum Piesberg klappte es leider nicht ganz, es fehlte aber nicht viel.

  Schauinsland Aussichtsturm

Schauinsland Aussichtsturm

06. Juli 2011

Herzogenhorn DM/BW-002

Auf dem Herzogenhorn
Auf 7 MHz kam es in 47 Minuten zu 41 QSOs. Für Werktags Mittags finde ich das gar nicht schlecht.
Amateurfunk auf dem Herzogenhorn

Die längsten Wanderungen hatten wir jeweils für vormittags ausgesucht. Der Weg zum Herzogenhorn ist sehr schön, teilweise auch relativ eben, und er führt ausnahmsweise mal nicht überwiegend durch Wald. Das 1.415 m hohe Herzogenhorn ist vom Parkplatz am Feldbergpass, über etwa 175 Höhenmeter, in etwas mehr als einer Stunde zu erreichen. Am letzten Tag war das Wetter wechselhaft. Auf dem Gipfel bekamen wir ein paar Regentropfen ab ...

... auf dem Rückweg schien wieder die Sonne.

Blauen DM/BW-018

Den Preis für das unschönste Gipfel-Gasthaus gewinnt der Blauen (oder Hochblauen). An dem "Hotel" mit 70er Jahre Charme wurde wohl seit der Eröffnung nichts renoviert. Zudem mussten wir in diesem Abriss-Ambiente für zwei Kännchen Kaffee und Tiefkühl-Kuchen allen ernstes 14,60 Euro zahlen.

Portabler Amateurfunk auf 40 m mit FT-857D

Kandel DM/BW-009

Kandel

Wir sind etwas in Eile denn es dämmert schon. Auf dem Mobiltelefon kein Netz, kein GPRS / UMTS-Empfang, selber spotten ist nicht. o.k. wir sind relativ nah an der Grenze. Versucht über Roaming Lutz anzurufen ob er einen Spot in den sotawatch Cluster setzen kann - Verbindung wird aufgebaut, aber kein Ton, Nichts, das geht also auch nicht. Na dann, auf der 7.118 CQ rufen was das Zeug hält. QRM S9+. Schwache Stationen hätte / habe ich gar nicht gehört. In einer halben Stunde wird es stockfinster sein. Direkt die ersten beiden Kontakte auf der 7.118 sind reguläre SOTA Chaser, juhu. Aber beide können aus verschiedenen Gründen keinen Spot auf sotawatch setzen, was für ein Mist. Dann eben zwei weitere CQ rufende Stationen gearbeitet und das wars. Schnell abbauen. Vier QSOs, die Punkte sind kassiert. Nicht schön aber mehr war nicht drin.

Inverted-V Dipol bei Sonnenuntergang
Inverted-V Dipol bei Sonnenuntergang

Insgesamt waren diese vier Tage teilweise anstrengend, aber sehr schön. Ich hätte Lust sofort wieder in den Schwarzwald zu starten. Einige Berge werden wir beim nächsten mal weg lassen, dafür aber neue Berge aktivieren. Ich freue mich jetzt schon darauf.