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Amateurfunk

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Schwarzwald Tour 2012

Nach unserer Schwarzwald Tour 2011 wurden die unschönen Berge aus der Tourenplanung gestrichen und einige neue Berge aufgenommen. Dieses Jahr lag das Interesse überwiegend auf angenehmen Bergwanderungen in der Umgebung der Unterkunft als auf einer SOTA Wettbewerb Punktejagd. Das war genau richtig. Wir verbrachten vier Tage im Schwarzwald mit schönen und teilweise außergewöhnlichen Funkausflügen.

16. Mai 2012

Schauinsland DM/BW-008

Aufkommendes Unwetter
Aufkommendes Unwetter
Plötzlicher Schneefall

Es ging direkt heftig los. Wir wollten um 20 Uhr auf dem Schauinsland-Turm zum Distrikt K Aktivitätsabend auf 144 MHz QRV werden.

So einen Wetterumschwung habe ich in freier Natur noch nicht erlebt. Zeitgleich mit unserer Ankunft auf dem Schauinsland verfinsterte sich der Himmel.

Dann setzte heftiger Wind und Schneefall ein. Der Turm hat ein Dach. Trotzdem wir in Sekunden alles weiß. Der eingeschaltete TRX wurde noch fix im Rucksack verstaut. In kürzester Zeit war das Papierlog durchgeweicht. Ich habe innerhalb sieben Minuten fünf Stationen gearbeitet, dann alles nass eingepackt.

Unten am Turm angekommen war der Spuk auch schon wieder vorbei. Man sieht Doris noch im Dunst auf dem schneebedeckten Gipfel.

Auf unserem Rückweg war es windstill. Ein verrücktes Wetterschauspiel, und grüne Laubbäume im Schnee.

Schnee auf dem Schauinsland im Mai
Schnee auf dem Schauinsland im Mai
Grüne Laubbäume im Schnee
Grüne Laubbäume im Schnee
17. Mai 2012

Spiesshorn DM/BW-283

Am nächsten Morgen hatte es den Eindruck wir wären in Winterurlaub. Es wurde jedoch schnell wärmer. Auch auf den Bergen verschwand der Schnee im Laufe des Tages.

Schnee auf einem Waldweg
Auf dem Weg zum Spiesshorn
Feldberg Herzogenhorn
Blick zum Feldberg, davor das Herzogenhorn
Schnepfhalde Menzenschwand
Blick vom Spiesshorn zur Schnepfhalde, im Tal Menzenschwand

Ein Tipp für müde Wanderer: Der Parkplatz etwas unterhalb der Krunkelbachhütte auf 1.294m darf mit dem Auto angefahren werden, außer an Wochenenden und Feiertagen vom 1. Juli bis 1. November. Von der Krunkelbachhütte lässt sich besonders das Spiesshorn aber auch das Herzogenhorn relativ leicht erwandern. Allerdings, wenn man beide Berge nicht am gleichen Tag besuchen möchte, dann parkt man für das Herzogenhorn besser am Feldberg-Pass. Von der zu überwindenden Höhendifferenz macht das kaum einen Unterschied.

Schnepfhalde DM/BW-284

Das war eine schöne Aktivierung. Von diesem herrlichen Berg gelangen bei bestem Wetter auch noch vier Gipfel-zu-Gipfel Funkkontakte.

Die Sonne scheint durch Bäume
Die Sonne scheint durch Bäume
Gipfelkreuz auf der Schnepfhalde
Gipfelkreuz auf der Schnepfhalde
Blick auf die Schweizer Alpen
Blick auf die Schweizer Alpen

Hochfirst DM/BW-015

Der Hochfirst ist mein Lieblingsplatz für den Glasfibermast. Zwischen den Felsbrocken gibt es eine Stelle wo man den Mast einklemmen kann. In Sekunden ist der Mast kerzengerade und bombenfest aufgebaut. Die Antennendrähte einfach nach links und rechts über die Steine werfen, fertig.

Amateurfunk portabel
Amateurfunk portabel
18. Mai 2012

Hochkopf DM/BW-642

Für diesen Regentag hatten wir uns einen Berg mit Schutzhütte ausgesucht. Die Aktivierung musste tatsächlich kurz unterbrochen und die Hütte aufgesucht werden. Der Aktivität tat das keinen Abbruch, am Ende standen 55 Funkkontakte im Logbuch.

Auf dem Hochkopf im Schwarzwald
Auf dem Hochkopf im Schwarzwald
19. Mai 2012

Herzogenhorn DM/BW-002

Eine außergewöhnliche Aktivierung, denn während 54 Funkkontakten auf 7 MHz schaffte es leider nicht eine einzige Station aus UK ins Log. Ich glaube das ist mir noch nie passiert.

Auf dem Rückweg vom Herzogenhorn
Auf dem Rückweg vom Herzogenhorn

Kandel DM/BW-009

Für eine nette Überraschung sorgte Erik LA5XTA in Norwegen der sich von seiner allerersten SOTA Aktivierung vom Berg Liaåsen LA/ST-011 für einen Gipfel-zu-Gipfel Funkkontakt auf 14 MHz reinmeldete.


Auf der Tour wurde ich zeitweise mit "44" für "Deutsche Flora & Fauna" verabschiedet. Leider konnte ich nie die DLFF Referenz nennen. Hier nachträglich die Info, alle sieben Berge dieser Tour liegen im Naturpark Südschwarzwald DLFF-124.