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Amateurfunk

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SOTA

ist die Abkürzung für "Summits on the Air" und bedeutet etwa "Gipfel auf Sendung". SOTA ist ein internationaler Amateurfunk Wettbewerb bei dem lizenzierte Funkamateure von Berggipfeln funken.

SOTA Logo

Innerhalb des SOTA Amateurfunk Wettbewerb gibt es zwei Kategorien. Einerseits die Aktivierer (engl. activators) die auf die Berge steigen, und mindestens vier Funkkontakte mit beliebigen Stationen durchführen müssen um Punkte für den Berg zu erhalten. Andererseits nehmen die sogenannten Jäger (engl. chasers) am Wettbewerb teil, die etwa von zu Hause, für jeden Funkkontakt mit einem Aktivierer auf einem Gipfel Punkte erhalten.

In den Deutschen Mittelgebirgen gilt vereinfacht gesagt die Regel, dass ein offizieller SOTA Berg sich in seiner Höhe in alle Richtungen mindestens 100 m von seiner Umgebung erheben muss. So sind in SOTA DM (Deutsche Mittelgebirge) etwa 960 Gipfel zu aktivieren. In den Deutschen Alpen sind es knapp 450 SOTA Berge.

Für Funkverbindungen von einem zugelassenen SOTA Gipfel werden Punkte vergeben. Je höher der Gipfel, umso mehr Punkte gibt es für den Aktivierer und den Jäger.

Zumindest das letzte Wegstück zum Erreichen der Gipfel ist nur mit Muskelkraft erlaubt. Gültige Methoden sind z. B. Wandern, Ski, Mountainbike, und zu Pferde. Das Funken aus Fahrzeugen und in Fahrzeugnähe ist nicht gestattet.

Die Stromversorgung darf nur durch tragbare Akkus und Solarzellen erfolgen. Die gesamte Ausrüstung muss durch die Aktivierer getragen werden.

Die genauen Regeln, Ansprechpartner, und viele weitere interessante Informationen über "Summits on the Air" sind im Internet nachzulesen.

Funkausrüstung für den SOTA Amateurfunk Wettbewerb

SOTA Aktivierer benutzen meist ein Funkgerät mit kleiner Leistung von etwa 5 Watt, das für tragbaren Betrieb geeignet ist. Auf Kurzwelle, wo die Funksignale von der Atmosphäre reflektiert werden, sind auch damit schon Funkverbindungen über mehrere tausend Kilometer möglich. Auf den höheren UKW Frequenzen, wo die Signale sich annähernd optisch ausbreiten, sind einige Hundert Kilometer erreichbar, begünstigt durch den hohen Standort auf dem Berggipfel.

Über welche Entfernung und in welches Land eine Funkverbindung zu Stande kommt, ist auf Kurzwelle unter anderem abhängig von der benutzen Frequenz, der Tageszeit, der Jahreszeit und einem 11-jährigen Zyklus der Sonne.

Für den SOTA Wettbewerb sind alle Betriebsarten wie Morsen, Sprechfunk und Datenfunk erlaubt.

Die Funkverbindung zwischen Aktivierer und Jäger muss aber auf direktem Wege zustande kommen. Also direkt von Funkgerät zu Funkgerät.

Die Verwendung von sogenannten Relaisstationen ist nicht erlaubt. Eine Relaisstation ist eine automatisch arbeitende Funkstation, üblicherweise auf einem exponierten Standort, die durch Verstärkung der Signale, Verbindungen über größere Strecken ermöglicht als es mit einer direkten Verbindung möglich wäre.

Einzige Ausnahme ist die erlaubte Benutzung von Satelliten für den Amateurfunk. Der Gebrauch von Amateurfunk-Satelliten erlaubt jedoch nur sehr kurze Funkkontakte, und wird deshalb für den SOTA Wettbewerb praktisch nicht benutzt.

Jeder Funkamateur mit einer gültigen Lizenz kann unter Einhaltung der Regeln am SOTA Programm teilnehmen.

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